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43. Wiener Seminar: Konfliktpotential gescheiterter Staaten

Wien, 15. Mai 2013  - Im Rahmen der traditionellen Kooperation des renommierten "Think Tanks" IPI ("International Peace Institute") mit dem Außen- und Verteidigungsministerium fand von 14. bis 15. Mai das diesjährige Wiener Seminar im Marmorsaal des Außenamtes statt.

Hochrangige politische Vertreter

In diesem Jahr widmete sich die Veranstaltung dem Thema "A dangerous Nexus: Crime, Conflict and Terrorism in failing States". Unter den Teilnehmern waren hochrangige politische Vertreter wie der Generalsekretär der OSZE, Lamberto Zannier sowie internationale Experten wie David Kilcullen, der u.a. für die USA Berater bei der Entwicklung der "Counter Insurgency Strategie" für die Einsätze im Irak und in Afghanistan war.

Expertendiskussionen

Unter Leitung des sicherheitspolitischen Direktors des Verteidigungsministeriums, Generalmajor Johann Pucher, diskutierten regionale Vertreter (der ehemalige mauretanische Außenminister Mohammad Mohamedou, der Maghreb-Experte Yahia Zoubir und der ehemalige Generalmajor der nigerianischen Armee J.O.S. Oshanupin) sowie europäische Repräsentanten (der stellvertretende sicherheitspolitische Direktor des französischen Verteidigungsministeriums General Eric Bonnemaison sowie Timothy Clarke, Leiter des "Crisis Management and Planning Directorate" der EU) zum Thema "Trouble in the Sahel: How to deal with the dangerous Nexus" insbesondere die Situation in Mali.

Mali und Syrien

So könnte Mali als Testfall für die Kooperation der wichtigsten internationalen Akteure betrachtet werden, insbesondere für das unmittelbare Zusammenwirken von EU und UN, so die Experten. Die Wurzeln des Konfliktes gehen bis in die 60iger Jahre zurück und die Demokratisierungserfolge seit den 80iger Jahren wurden mit einem Schlag zunichte gemacht. Im Schlusspanel wurde auch die Situation in Syrien angesprochen, da alle während der Konferenz behandelten Bedrohungsmuster auch für diesen Konflikt anwendbar seien. Man warnte vor einer zunehmenden "Libanisierung" Syriens, die nicht nur negative Auswirkungen für die gesamte Region hätte, sondern auch für Europa mit neuen Risiken verbunden wäre.

Das Wiener Seminar fand im Marmorsaal des Außenministeriums statt.

Das Wiener Seminar fand im Marmorsaal des Außenministeriums statt.

Experten und politische Vertreter diskutierten unter der Leitung von Generalmajor Johann Pucher, r.

Experten und politische Vertreter diskutierten unter der Leitung von Generalmajor Johann Pucher, r.

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