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Projekt "GOAL": Großübung im Rosental abgeschlossen

Kärnten, 10. Mai 2014  - Am Freitag und Samstag übten rund 1.000 Personen von Einsatzorganisationen aus Kärnten, der Steiermark, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien für den Katastrophenfall. Unter den Teilnehmern waren auch knapp 100 Soldaten des Österreichischen Bundesheeres.

Einsatznahes Training

Egal ob Verkehrsunfall, ein Unfall in einer Propangasfabrik oder ein Güterzugunfall mit gefährlichen Stoffen: Unter schwierigsten Bedingungen wurde einsatznah trainiert. Eine Vermisstensuche im unwegsamen und steilen Gelände wurde mit einem "Alouette"-Hubschrauber des Bundesheeres unterstützt. Spürhunde wurden im Suchgebiet abgeseilt und zum Einsatz gebracht. Nach dem Motto "Hilfe ohne Grenzen" sah Einsatzleiter Johann Leitner Bezirkshauptmann von Klagenfurt-Land keine Probleme in der Zusammenarbeit. "Die Einsatzkräfte bewältigten die Szenarien zur vollsten Zufriedenheit im Sinne der Sicherheit", so Leitner.

Passagierschiff evakuiert

In Maria Wörth galt es, ein manövrierunfähiges und rauchendes Passagierschiff zu evakuieren. Die in Not geratenen Personen, dargestellt von Rollenspielern, mussten mit Kleinbooten in Sicherheit gebracht werden. Die Situation verschärfte sich, als der Notruf über ein in den Wörthersee abgestürztes Sportflugzeug einging. Taucher der Villacher Pioniere, abgesprungen aus dem Bundesheer-Helikopter, wurde zur Suche nach dem Piloten gemeinsam mit Tauchern der Feuerwehr aus Kärnten, Slowenien und Italien eingesetzt.

Luftfahrzeuge des Bundesheeres (S-70 "Black Hawk", "Alouette" III und PC-6-Flugzeuge) unterstützten parallel dazu die Löscharbeiten bei einem sich rasch ausbreitenden Waldbrand. Den Abschluss stellte die Vorführung einer Evakuierung von Personen über die Drau dar, die von einem Hochwasser und einem Waldbrand eingeschlossen worden waren. Hier konnte die Bevölkerung die neuen Villacher Pionierboote beim Einsatz erleben.

Nachfolgeprojekt in Aussicht

Mit August 2014 wird die dreijährige Übungsserie "GOAL" beendet, Vertreter der beteiligten Organisationen sprachen sich aber für eine Fortführung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aus. Die Fähigkeiten sollen gemeinsam auf die neuen Herausforderungen von Katastrophen wie Muren, Hangrutschungen, Lawinen, Hochwasser oder Waldbrände ausgerichtet werden. Die Kommunikation und das Kennenlernen werden auf diesem Wege verbessert und tragen zu einer funktionierenden Zusammenarbeit im Sinne der Nachbarschaftshilfe bei.

"Einen besonderen Stellenwert hat die Katastrophenprävention, denn damit kann eine hohe Lebensqualität gewährleistet werden. Krisenauslöser werden komplexer und passieren immer unvorhergesehener. Daher ist es wichtig, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter auszubauen und für einen reibungslosen Ablauf im Einsatz abzustimmen. Das Ziel soll der gut informierte Bürger sein, damit dieser in der Lage ist, richtig zu handeln und die richtige Hilfe zu rufen“, so Landeshauptmann Peter Kaiser.

Oberst Georg Rosenzopf vom Militärkommando Kärnten, Vertreter des Bundesheeres im Krisenstab, meinte dazu: "Das Bundesheer konzentriert sich dabei auf das Motto 'Schutz und Hilfe' als die wahrscheinlichsten Aufgabe zur Erhaltung und Einbringung der Fähigkeiten im Katastrophenschutz."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Hilfe nach einem Verkehrsunfall.

Hilfe nach einem Verkehrsunfall.

Ein Passagierschiff wurde von den Einsatzkräften evakuiert.

Ein Passagierschiff wurde von den Einsatzkräften evakuiert.

Bergung von Verletzten aus dem Schiff.

Bergung von Verletzten aus dem Schiff.

Auch Villacher Pioniertaucher kamen zum Einsatz.

Auch Villacher Pioniertaucher kamen zum Einsatz.

Evakuierung mit Booten der Villacher Pioniere.

Evakuierung mit Booten der Villacher Pioniere.

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