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Österreich stärkt Krisenmanagement und Katastrophenhilfe in Westafrika

Accra/Ghana, 13. Oktober 2017  - Zum vierten Mal führte das Verteidigungsministerium gemeinsam mit seinen Projektpartnern den Kurs "Humanitarian Assistance in West Africa" in Ghana durch.

Zivil-militärische Zusammenarbeit

Für den zweiwöchigen Trainingskurs, der in englischer und französischer Sprache abgehalten wurde, trafen Vertreter von Militär, Polizei und zivilen staatlichen sowie nicht-staatlichen Organisationen aus zwölf west- und zentralafrikanischen Staaten am Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre in Accra zusammen, um Herausforderungen und Lösungsansätze der humanitären Hilfe zu diskutieren.

Die Gruppe aus Experten mit unterschiedlichem Hintergrund wie dem Rotem Kreuz, ECOWAS, diversen Ministerien und internationalen Friedensmissionen erprobten ihre Kompetenzen in Projektplanung, Camp-Management sowie im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit in humanitären Einsätzen.

Regionale Herausforderungen

Westafrika ist mit einer zunehmenden Anzahl von miteinander verbundenen, transnationalen Herausforderungen konfrontiert, die Hindernisse für Frieden und Entwicklung darstellen. Mehr als 130 Millionen Menschen in der Region leben in extremer Armut und die Bevölkerung ist besonders anfällig für Ernährungsunsicherheit, Naturkatastrophen, die Auswirkungen von Wirtschaftskrisen und politischer Instabilität.

Überregionale Auswirkungen

Die Auswirkungen und humanitären Folgen der herausfordernden Umfeldbedingungen in der Region, seien es Natur- oder von Menschen verursachte Katastrophen, sind vielfältig und gehen über nationale Grenzen hinaus. Sie umfassen neben der Zerstörung von Existenzgrundlagen, wichtiger sozioökonomischer Infrastrukturen, der Verbreitung von Epidemien und Ernährungsunsicherheit sowie die weitere Schwächung der staatlichen Kapazitäten zur Krisenbewältigung. Eine Abwärtsspirale in Bezug auf menschliche Sicherheit und Entwicklung und somit auch Flucht und Migration sind die Konsequenz.

Ganzheitlicher Lösungsansatz

Internationale Krisen und Konflikte erfordern das Zusammenwirken von Sicherheitsakteuren, der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. Kein Akteur kann alle Problembereiche einer Krise alleine abdecken. Wechselseitige Abhängigkeiten erfordern ein gemeinsames Vorgehen.

Mit Brigadier Alois Hirschmugl verfügt das Bundesheer über einen erfahrenen und international anerkannten Experten im Bereich des Katastrophenmanagements. Er war in die Bewältigung zahlreicher Katastrophen der letzten eineinhalb Jahrzehnte involviert, von der Flut in Mosambik im Jahr 2000 über zahlreiche Erdbeben und den Tsunami in Südostasien 2005, bis zur Explosion des Munitionsdepots einer Marinebasis auf Zypern 2011, bei der es zur Zerstörung des danebenliegenden Kraftwerks kam.

Der Zweck des Kurses zu "Humanitarian Assistance in West Africa" ist es, die Wirksamkeit der humanitären Hilfe zu verbessern, den Teilnehmern umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen und das gegenseitige Verständnis ziviler, polizeilicher und militärischer Akteure im Bereich der Katastrophenhilfe in der westafrikanischen Region zu verbessern. Ziel ist es, die regionalen Akteure zur selbstständigen Krisenbewältigung zu ermächtigen.

Ein Bericht der Redaktion Direktion für Sicherheitspolitik

Brigadier Hirschmugl will "die Mauer zwischen Militär, Polizei und Zivilgesellschaft aufbrechen", um schnelle Hilfe vor Ort zu ermöglichen.

Brigadier Hirschmugl will "die Mauer zwischen Militär, Polizei und Zivilgesellschaft aufbrechen", um schnelle Hilfe vor Ort zu ermöglichen.

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