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Bootsunfall: Erste Ergebnisse der Untersuchungskommission

Wien, 02. September 2018  - Die Untersuchungskommission des Bundesheeres hat erste Ergebnisse vorgelegt: Das Boot ist, nachdem eine Welle ins Innere geschwappt ist, innerhalb von weniger als 15 Sekunden gesunken. Es gibt derzeit weder einen Hinweis auf einen Fahrfehler des Bootsführers noch auf ein technisches Gebrechen. Es wird untersucht, ob die Welle eines Großschiffes in Verbindung mit dem Niedrigwasser der Donau zum Unglück geführt haben könnte. Dazu gibt es Aussagen von Beteiligten, die dies bestätigen; die Auswertung der Transpondersignale der Donauschifffahrt fehlt noch. Untersucht werden auch noch die Aktivierung und der Ablauf der Rettungskette. Der Zeitpunkt bis zum Vorliegen des Endberichtes ist noch offen. Alle Informationen werden auch der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt.

Gesundheitszustand der verunglückten Frauen weiterhin unverändert kritisch

Am Gesundheitszustand der beiden im Krankenhaus befindlichen Frauen hat sich nichts geändert; er ist weiterhin kritisch. Das Bundesheer bedauert, dass die Information einiger Angehöriger leider verzögert erfolgte. Dies wird Teil der weiteren Untersuchung sein. Ein mangelhafter Informationsfluss an die Eltern - das Schicksal ihrer Kinder betreffend - ist unentschuldbar.

Die Untersuchungskommission, die vom örtlich zuständigen Militärkommando Niederösterreich eingesetzt wurde, hat alle Personen befragt, die zur Aufklärung des Unglückes beitragen können. Darüber hinaus wurde auch ein Video ausgewertet, das die entscheidenden Momente an Bord aufgenommen hat. Diese Boote wurden im Jahr 2015, nachdem sie beim Bundesheer eingeführt wurden, bewusst in kritische Fahrsituationen gebracht, um die Grenzen auszuloten. Dabei ist es nie gelungen, das Boot zum Kentern zu bringen.

Boot auf der Donau gekentert

Beim Girls Camp ist am Samstag, den 1. September 2018, ein Boot auf der Donau gekentert. Einige der 13 an Bord befindlichen Personen (das Boot ist für 14 Personen zugelassen; alle trugen Rettungswesten) wurden unter das umgestürzte Boot gezogen; zwei Frauen wurden reanimiert und mussten mit Notarzthubschraubern in Spitäler geflogen werden. Sie werden intensivmedizinisch betreut.

Die Arbeits- und Transportboote sind seit 2015 beim Bundesheer in Verwendung.

Die Arbeits- und Transportboote sind seit 2015 beim Bundesheer in Verwendung.

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