Zwei Wochen trainieren Piloten des Bundesheeres das Fliegen und Landen im Hochgebirge. Ausgangspunkt des Winter-Lehrgangs ist der Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal. Von hier aus starten alle Hubschraubertypen der Luftstreitkräfte in ihre alpinen Trainingseinsätze.
Zwölf Hubschrauber im alpinen Training
Insgesamt sind zwölf Hubschrauber im Einsatz. Darunter befinden sich die Mehrzweckhubschrauber AW169, S-70 "Black Hawk", AB-212 sowie der OH-58 "Kiowa".
Der Hochgebirgslandekurs findet zweimal jährlich statt – im Sommer und im Winter – und dient der intensiven Aus- und Weiterbildung von Piloten und Besatzungen. Trainiert werden präzise Landungen im alpinen Gelände, das sichere Operieren auf engstem Raum sowie das Zusammenspiel von Cockpit und Crew.
Gelandet wird in mehr als 50 Übungsgebieten in der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Die unterschiedlichen Regionen bieten vielfältige topografische Bedingungen – von hochalpinen Landeplätzen bis zu abgelegenen Gebieten im schwierigen Gelände.
„Wir sind jetzt in der ersten Woche, das heißt, für die Anwärter, die noch in der Einsatzpilotenausbildung sind, ist das die Anlernphase. Also beginnen wir bei tieferen und leichteren Plätzen und gehen dann immer höher hinauf bis zum Großglockner, wenn das Wetter und die Leistung es zulässt", so Brigadier Wolfgang Luttenberger, Kommandant der Luftunterstützung.
Besondere Herausforderungen im Winter
Flüge im Hochgebirge stellen Mensch und Material vor besondere Herausforderungen. Rasch wechselnde Wetterbedingungen, starke Windverhältnisse, Turbulenzen sowie Schnee und Eis erfordern höchste Konzentration und präzises Arbeiten.
Gerade im Winter sind Sichtverhältnisse oft eingeschränkt, Untergründe schwer einschätzbar und Leistungsreserven der Luftfahrzeuge genau zu kalkulieren. Das Training dient daher dazu, Verfahren zu festigen, Entscheidungsabläufe zu optimieren und die Sicherheit im Einsatz weiter zu erhöhen.
Sicherheit und Umweltschutz im Fokus
Ein zentraler Bestandteil des Lehrgangs ist auch der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Naturräumen. Verfahren für Flüge über Schutzgebiete werden geschult und konsequent angewendet. Besonders sensible Bereiche – wie etwa bekannte Adlerhorste – werden bewusst gemieden.