Die 3. Jägerbrigade trainiert den Kampf der verbundenen Waffen am Truppenübungsplatz Allentsteig
Am Truppenübungsplatz Allentsteig trainierten die letzten Wochen rund 950 Soldatinnen und Soldaten der 3. Jägerbrigade (Brigade Schnelle Kräfte) im Rahmen der Übung KOMBATT 267.
"Der krönende Abschluss!"
Brigadekommandant der 3. Jägerbrigade, Brigadier Christian Habersatter
An der Übung nehmen rund 950 Soldatinnen und Soldaten teil. Rund 100 Fahrzeuge werden eingesetzt, darunter etwa 50 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge.
Die Übung bildet ein komplexes Gefechtsszenario ab. Aufklärung, Infanterie, Artillerie, Pioniere sowie Führungs- und Unterstützungselemente greifen ineinander und werden unter realitätsnahen Bedingungen im scharfen Schuss eingesetzt. Versorgungs- und Logistikprozesse werden ebenfalls trainiert.
Die 3. Jägerbrigade – Brigade Schnelle Kräfte
Die 3. Jägerbrigade zählt zu den Landbrigaden des österreichischen Bundesheeres. Ihre Verbände sind auf bewegliche Operationen im Rahmen der militärischen Landesverteidigung sowie für nationale und internationale Einsätze vorbereitet.
Innerhalb der Brigade wirken unterschiedliche Waffengattungen zusammen. Infanteriekräfte führen den Einsatz im Gelände, Aufklärungselemente liefern ein laufendes Lagebild und Artilleriekräfte unterstützen mit Steilfeuer auf Distanz. Pionierkräfte bereiten Sperren vor, um die feindliche Beweglichkeit einzuschränken. Führungs- und Logistikelemente sichern die Verbindung und gewährleisten die Versorgung der Truppe.
Vorbereitung auf das Gefecht
Dem Gefechtsschießen ging eine intensive Vorbereitungs- und Ausbildungsphase voraus: In den vergangenen Wochen trainierten die Soldaten intensiv ihre Abläufe. Dazu gehörten Gefechtsdienst, Scharfschießen sowie die Zusammenarbeit und Koordination der unterschiedlichen Kräfte im Gefecht.
Ziel war es, standardisierte Abläufe zu festigen, die Koordination und das Zusammenwirken der Verbände im Einsatz zu trainieren.
Auch die logistische Vorbereitung gehört zum Übungsablauf. Fahrzeuge und Gerät wurden per Bahn und Straße zum Truppenübungsplatz transportiert und in den Übungsraum verlegt.
Das Szenario
Die Übung simuliert eine Verteidigungssituation. Ein Gegner greift aus dem Osten an. Aufgabe der Brigade ist es, diesen Angriff früh zu erkennen, seine Bewegungen zu verzögern und ihn schließlich zum Abbruch seiner Operation zu zwingen.
Dazu beobachten Aufklärungskräfte das Gelände und melden Bewegungen und Absichten des Gegners. Die Feuerunterstützung durch die Artillerie wirkt auf größere Entfernungen. Die Infanteristen der Jägerbataillone sind die Hauptträger des Feuerkampfes.
Die Verbände der Brigade
Das Jägerbataillon 19 übernimmt die zentrale Gefechtsaufgabe. Unterstützt werden die Soldaten durch Kräfte des Jägerbataillons 17 und des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 3, das sowohl Aufklärungsergebnisse liefert, als auch Feuerunterstützung bereitstellt.
Das Stabsbataillon 3 stellt die Führungsunterstützung sicher: Es sorgt für stabile und sichere Funkverbindungen, um eine durchgehende Kommunikation zu den Bataillonen und Kompanien zu gewährleisten. Unterstützt wird der Einsatz durch Kräfte des Pionierbataillons 3 sowie Soldaten des Jägerbataillons 23.
Ausbildung und Erfahrung
Gerade für die Grundwehrdiener bietet KOMBATT 267 die Möglichkeit, das Gelernte unter realitätsnahen Bedingungen anzuwenden. Sie sammeln Erfahrung im Gefechtsdienst, arbeiten im Team und erleben die Abläufe eines militärischen Einsatzes im Gelände.
Viele Erfahrungen aus dem Grundwehrdienst wirken über diese Zeit hinaus. Disziplin, Verlässlichkeit und Zusammenarbeit sind Fähigkeiten, die auch im zivilen Leben wichtig sind.