Luftziele bekämpfen, Landezonen aufklären und Personen aus dem Wasser retten: Die Luftstreitkräfte trainierten drei Wochen lang im Raum Allentsteig. Im Mittelpunkt stand das Zusammenwirken der Luftunterstützungssysteme untereinander sowie mit den Land- und Spezialeinsatzkräften. Das Programm reichte vom Scharfschießen über taktische Flugverfahren bis zur Rettung aus der Luft.
Luft- und Bodenziele bekämpfen
Beim Luft-Luft-Schießen nahmen Piloten mit der Pilatus PC-7 ein Luftziel ins Visier: einen Schleppsack, den eine Pilatus PC-6 zog. Die Ausbildung bereitete auf Aufgaben bei der Luftraumsicherung vor. Die PC-7 wird dabei zum Abfangen langsam und tief fliegender Luftfahrzeuge eingesetzt.
Zum Schießprogramm gehörten außerdem Luft-Boden-Schießen mit der PC-7 und dem Aufklärungshubschrauber OH-58 „Kiowa“. Die Planungsunterlagen sahen auch Luft-Boden-Schießen mit österreichischen und deutschen Eurofightern vor.
Die Besatzungen der S-70 „Black Hawk“ übten das „Doorgunning“ – das Schießen mit seitlich am Hubschrauber montierten Maschinengewehren. Die links und rechts angebrachte Bewaffnung dient hauptsächlich dem Selbstschutz.
Landezonen aufklären und im Tiefflug trainieren
Bei einem gemeinsamen Übungsszenario schlossen sich OH-58 und S-70 in der Luft zusammen. Anschließend klärten die OH-58 eine vorgesehene Landezone auf.
Mit der Agusta Bell 212 trainierten die Besatzungen vor allem den taktischen Formationstiefflug bei Tag und Nacht. Auch Tiefflugmanöver mit der OH-58 und Lastenabwürfe aus der C-130 „Hercules“ gehörten zur Einsatzvorbereitung.
Wasserrettung mit der AW169
Am Ottensteiner Stausee erprobten und trainierten die Besatzungen mit der AW169 die Rettung aus dem Wasser. Die Ausbildung diente der Vorbereitung auf die künftige Übernahme von Such- und Rettungsaufgaben mit diesem Hubschraubertyp. Das Übungsprogramm umfasste zudem das Orten mit Peilgeräten und den Einsatz der Rettungswinde bei Tag und Nacht.
Sicherheit am Boden
Auch die Bodeneinheiten waren gefordert. Der Luftfahrzeugrettungszug hielt sich am Feldflugplatz bereit, um bei Flugnotfällen Menschen zu retten und Brände zu löschen. Ein Übungsalarm stellte diese Abläufe auf die Probe. Zusätzlich wurde das „Hot Refueling“ geübt: Dabei werden Hubschrauber bei laufendem Motor betankt.