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Radaranlage am Speikkogel demnächst wieder einsatzbereit

Speikkogel, 08. Oktober 2013  - Letztes Jahr beschädigte ein schweres Gewitter die Radarkuppel mit der darin befindlichen Antenne auf der Radarstation am kärntnerischen Speikkogel. Damit die notwendigen Reparaturmaßnahmen durchgeführt werden konnten, musste die Station abgeschaltet werden. Diese Woche konnten die Reparaturen abgeschlossen werden.

Instandsetzung im Hochgebirge

Am Dienstag wurden die Radarkuppel und die Antenne von einem Kran auf seinen Platz gehoben. Da die Kuppel mit ihrer enormen Fläche und einem Gewicht von rund 15 Tonnen während des Hebevorganges sehr windanfällig war, war die richtige Witterung für diese Aufgabe von großer Bedeutung.

In den nächsten Wochen werden der Blitzschutz auf der Radarkuppel fixiert. Um der exponierten Lage Rechnung zu tragen, wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz eine spezielle Blitzschutzanlage konzipiert, die weitere Beschädigungen durch Blitzschlag verhindern soll. Danach wird die Antenne angeschlossen und installiert. Bevor die Radaranlage wieder den Betrieb aufnimmt und in das System "Goldhaube" zur Luftraumüberwachung eingebunden wird, erfolgt noch ein Probebetrieb. In zwei bis drei Wochen sollte die Radarstation wieder einsatzfähig sein.

Mobile Radarstation überbrückt Ausfall

Während der Reparaturmaßnahmen wurde am steirischen Kulm eine mobile Radarstation errichtet, um den Ausfall der Radarstation am Speikkogel zu überbrücken. "Unsere mobile Radarstation ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Luftraumüberwachungs-Systems. Wir setzen die mobile Radaranlage zur Verdichtung des Radarbildes bei Luftraumsicherungsoperation oder Subsituierung einer Radaranlage ein", so der Kommandant der Luftraumüberwachung, Brigadier Rupert Stadlhofer.

Luftraumbeobachtungs- und Führungssystem "Goldhaube"

Mit dem Luftraumbeobachtungs- und Führungssystem "Goldhaube" verfügt das Bundesheer über ein Netz von Radarstationen, mit denen der Luftraum weit über die Grenzen des Bundesgebietes hinaus überwacht wird. Mit den Radaranlagen werden Flugobjekte genau geortet und deren Flughöhe und -richtung festgestellt. Die Radarstationen sind untereinander vernetzt und leiten ihre Daten an die Einsatzzentrale der Luftraumüberwachung weiter. Um den Informationsfluss zu optimieren, arbeiten die Anlagen auch mit zivilen Radarstationen zusammen.

Die Luftraumüberwachung des Bundesheers

Der österreichische Luftraum wird 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche von den Spezialisten der Luftraumüberwachung beobachtet. Der "Verband Luftraumüberwachung" leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der staatlichen Souveränität. Um die Lufthoheit zu wahren ist es notwendig, eindringende Flugzeuge zu orten, zu identifizieren und gegebenenfalls abzudrängen oder zur Landung zu zwingen. Dafür wird hauptsächlich der Eurofighter eingesetzt.

Die Radarstation des Bundesheers auf der Koralpe.

Die Radarstation des Bundesheers auf der Koralpe.

Die Radarkuppel wurde von einem 350-Meter-Tonnen-Kran auf ihren Platz gehoben.

Die Radarkuppel wurde von einem 350-Meter-Tonnen-Kran auf ihren Platz gehoben.

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