Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button

Alarm für ERTA: Das "Emergency Response Team Air" trainiert den Ernstfall

Bregenz, 19. Jänner 2016  - "Alarm für ERTA - Absturz eines bewaffneten Hubschraubers im Raum Langen, Funkkontakt abgebrochen!" So schallt es am Dienstag durch den Hangar am Flugplatz Hohenems. Schnell und konzentriert bereiten sich die Männer des Such- und Rettungsteams auf den Alarmstart vor. 10 Minuten später heben die ersten Hubschrauber ab.

Bereit für die Operation "Dädalus 2016"

Im Rahmen dieser Übung wird die Einsatzbereitschaft des Such- und Rettungsteams letztmalig überprüft, unter anderem auch die Zusammenarbeit mit zivilen Einsatzkräften wie der Feuerwehr Langen und dem Roten Kreuz Bregenz. Sie alle halten sich während der Luftraumsicherungsoperation "Dädalus 2016" bereit. 

Die Übung: Verletzte Piloten aus abgestürztem Hubschrauber bergen

An der simulierten Absturzstelle befindet sich ein "abgestürzter" Hubschrauber des Bundesheeres mit zwei Rollenspielern an Bord, die schwerverletzte Piloten darstellen.

Neben der Übungsleitung sind auch Vertreter der Presse sowie Anrainer anwesend, die das Training beobachten. Zuerst erscheint ein Alouette-Hubschrauber, der die Absturzstelle aufklärt und eine geeignete Landezone erkundet. Der Helikopter dreht ein paar Runden, sichtet das Gebiet und setzt seine Lagemeldung ab: "Absturzstelle gefunden, keine Bewegung der Verunglückten ausmachbar, die Koordinaten sind...".

ERTA-Team im Einsatz

Wenige Minuten später geht es Schlag auf Schlag: Das ERTA-Team landet mit einem S-70 "Black Hawk" und einer Agusta Bell 212 im Tiefschnee.

Wegen der Rotorschläge der Hubschrauber ist die Sicht durch den aufgewirbelten Schnee kurzzeitig gleich null. Als sich der Schnee wieder legt, sind die Soldaten zu erkennen: Einige stellen die Ausrüstung in der Landezone bereit, andere sichern die Absturzstelle und die sogenannte "Crash Crew" der Flughafenfeuerwehr aus Zeltweg ist schon fast bis zum verunglückten Hubschrauber vorgerückt.

Verletzte werden ausgeflogen

Unter Leitung von ERTA-Kommandant Hauptmann Reinhold Kern gehen die einzelnen Trupps ihrer Aufgabe nach. Dabei helfen die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettung tatkräftig beim Absichern und Bergen. Mit der Erstversorgung und dem Transport der verunglückten Piloten in das nächste Krankenhaus endet die Übung.

Das ERTA-Team kommt bei Notfällen mit Luftfahrzeugen zum Einsatz. Im Fall einer Notlandung oder eines Absturzes liegt der klare Fokus auf dem raschen Auffinden und Retten der Verunglückten. Dabei müssen die Soldaten auch einen möglichen Brand löschen oder die Bordbewaffnung sichern.

Mix aus Spezialisten

Für derartige Einsätze ist ein Mix aus verschiedenen Spezialisten notwendig. Das Notfallteam besteht aus einer "Crash Crew" für Bergungen und das Löschen von Bränden. Mit dabei sind auch Militärpolizisten, ABC-Experten, ein Presse- und Dokumentationsteam, Wachsoldaten sowie der Kommandant des Teams.

Transporthubschrauber sorgen für den schnellen Transport zum Unglücksort, ein Notarzthubschrauber für die Aufklärung der Unglücksstelle und die medizinische Erstversorgung. Die Ausstattung der Hubschrauber mit Seilwinden ermöglicht den Einsatz auch in unwegsamem, gebirgigem Gelände.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Vorarlberg

Dieser OH-58 "Kiowa" stellt den verunglückten Hubschrauber dar.

Dieser OH-58 "Kiowa" stellt den verunglückten Hubschrauber dar.

Die ersten ERTA-Spezialisten sitzen im tiefen Schnee von einem S-70 "Black Hawk" ab.

Die ersten ERTA-Spezialisten sitzen im tiefen Schnee von einem S-70 "Black Hawk" ab.

Sanitäter und Soldaten der "Crash Crew" versorgen die Verletzten-Darsteller.

Sanitäter und Soldaten der "Crash Crew" versorgen die Verletzten-Darsteller.

Soldaten und Feuerwehrmänner aus Langen bergen gemeinsam einen Verunglückten.

Soldaten und Feuerwehrmänner aus Langen bergen gemeinsam einen Verunglückten.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt