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20 Jahre Soldatinnen beim Bundesheer

Straß, 03. April 2018  - Am 1. April 1998 traten in der Erzherzog-Johann-Kaserne im steirischen Straß die ersten Frauen ihren Ausbildungsdienst beim Bundesheer an. 20 Jahre danach erinnert man sich beim Jägerbataillon 17 in Straß an diese aufregenden Tage. Mittlerweile sind rund 600 Soldatinnen in einem Dienstverhältnis beim Heer.

"Bin stolz auf das, was ich erreicht habe"

Eine Soldatin der ersten Stunde ist Oberstabswachtmeister Karin Pirschner, sie dient nun bei der Militärpolizei in Tirol. "Ich habe schon als Kind lieber Indianer gespielt als mit Puppen", sagt sie zu ihrer Berufswahl. Ihr Umfeld habe sie von Anfang an unterstützt, so Pirschner. Akzeptanzprobleme in der Männerdomäne Bundesheer habe sie nie gehabt.

"Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe", so Pirschner weiter. Auf drei Auslandseinsätze im Kosovo und in Bosnien blickt sie zurück, 2015 war sie am Höhepunkt der Flüchtlingswelle in Spielfeld im Grenzsicherungseinsatz.

Das Personal von damals erzählt

Oberst Karl Krainer war damals Personalchef in Straß. Über die Stimmung vor 20 Jahren berichtet er: "Für uns Straßer war es eine große Ehre und auch ein Vertrauensbeweis unserer Vorgesetzten uns gegenüber, mit dieser besonderen und neuen Aufgabe betraut zu werden. Die Augen waren auf uns gerichtet - Frauen in Uniform zum Bundesheer, noch dazu in allen Waffengattungen - das war schon etwas ganz Neues."

Viel Ehrgeiz und Einsatzwillen

"Wir waren gespannt, ob sie es körperlich schaffen", erinnert sich Vizeleutnant Ewald Trummer an den April 1998. Er war damals Zugskommandant und Ausbildungsleiter. Von Kameraden der deutschen Bundeswehr, wo damals schon Frauen als Soldatinnen dienten, wurde er noch extra geschult.

Heute resümiert der lang gediente Zugskommandant: "Frauen, die bei uns anfangen, sind manchmal fitter als Männer. Sie wissen ganz genau, was sie erreichen wollen, und dazu bringen sie viel Ehrgeiz und Einsatzwillen auf."

Der Gruppenkommandant erinnert sich

Positiv überrascht von der Leistungsbereitschaft der Frauen war auch Oberstabswachtmeister Gerald Poharec. Er war mit 23 Jahren als Gruppenkommandant und Ausbilder für die jungen Soldatinnen eingesetzt. "Es wurden für den Umgang mit den Soldatinnen zahlreiche dienstliche Verhaltensnormen angeordnet, welche sich rückblickend als verzichtbar herausgestellt haben, weil alle sehr unkompliziert und engagiert waren", erzählt Poharec.

Soldatin beim Bundesheer - eine Karrierechance für ambitionierte Frauen

Dank dieser ersten Frauen und der guten Vorbereitung des Kaderpersonals ist es 1998 gelungen, eine gute Basis für die weitere Entwicklung des Soldatinnenberufs zu schaffen. Die Möglichkeit, alle Laufbahnen einzuschlagen - von der Panzerfahrerin bis zur Jetpilotin - war seither für zahlreiche Frauen Motivation und Anreiz, sich im Beruf als Soldatin zu versuchen.

Seit 1998 arbeiten Frauen als Soldatinnen im Österreichischen Bundesheer.

Seit 1998 arbeiten Frauen als Soldatinnen im Österreichischen Bundesheer.

Eine Soldatin der ersten Stunde ist Oberstabswachtmeister Karin Pirschner.

Eine Soldatin der ersten Stunde ist Oberstabswachtmeister Karin Pirschner.

Oberst Karl Krainer war damals Personalchef in der Straßer Kaserne.

Oberst Karl Krainer war damals Personalchef in der Straßer Kaserne.

V.l.: Die Oberstabswachtmeister Gerald Poharec und Karin Pirschner mit Vizeleutnant Ewald Trummer.

V.l.: Die Oberstabswachtmeister Gerald Poharec und Karin Pirschner mit Vizeleutnant Ewald Trummer.

Frauen stehen alle Laufbahnen im Bundesheer offen.

Frauen stehen alle Laufbahnen im Bundesheer offen.

Diese Soldatin, l., kommandiert einen "Pandur"-Radpanzer und eine Jägergruppe.

Diese Soldatin, l., kommandiert einen "Pandur"-Radpanzer und eine Jägergruppe.

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