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Zeitlicher Ablauf

Sommer 2007: Beurteilung der Lage

Im Juli beginnen erste Gespräche in den Gremien der Europäischen Union über eine mögliche EU-Mission im Tschad.

Österreich drängt bereits ab Juli durch Außenministerin Ursula Plassnik darauf, dass das UN-Mandat klare Rahmenbedingungen und eine Exit-Strategie beinhaltet.

Im August beauftragt Verteidigungsminister Norbert Darabos den Generalstab eine erste Beurteilung einer möglichen Teilnahme durchzuführen.

September 2007: Internationale Beratungen

Im September beginnen erste Gespräche mit Partnerländern auf Beamtenebene.

Am 25. September 2007 autorisiert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Mission im Osten des Tschad und im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik.

Am 28. September beraten Verteidigungsminister Norbert Darabos und seine Amtskollegen im Rahmen des informellen Verteidigungsministertreffens in Portugal über die EU-Mission im Tschad.

Oktober 2007: Nationale Beratungen

Zwischen 3. und 5. Oktober reist Verteidigungsminister Norbert Darabos mit Experten aus Verteidigungsministerium und Außenministerium in den Tschad, um sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Am 10. Oktober beschließt der Ministerrat die politische Unterstützung der EU-Überbrückungsmission im Tschad.

Noch am selben Tag wird der Generalstab vom Verteidigungsminister beauftragt, ein Konzept für einen substantiellen Beitrag Österreichs im Umfang von etwa einer Kompanie zur militärischen EU-Überbrückungsmission zu erarbeiten, welcher vor allem die Aspekte der Sicherheit und der humanitären Dimension beinhaltet.

Am 15. Oktober beschließt der Rat der EU einstimmig die EU-Überbrückungsmission in Brüssel.

Ende Oktober legt der Generalstab ein Konzept für den Einsatz des Bundesheeres im Tschad vor.

November 2007: Entscheidung für einen Einsatz

Am 7. November wird im Ministerrat die Entsendung des Österreichischen Bundesheeres in den Tschad einstimmig beschlossen.

Am 9. November wird im Hauptausschuss des Nationalrates die Entsendung des Bundesheeres mehrheitlich beschlossen.

Am 9. und am 14. November finden in Brüssel Truppenstellerkonferenzen für EUFOR Tschad statt.

Die Vorarbeiten für die Tschad-Mission des Bundesheeres laufen auf Hochtouren, die Einsatzvorbereitung hat längst begonnen: In Götzendorf (NÖ) bereiten sich die rund 160 österreichischen Soldaten auf den humanitären Hilfseinsatz im Tschad vor.

Am 19. Dezember findet in Brüssel eine weitere Truppenstellerkonferenz über den EUFOR-Einsatz zum Schutz von Flüchtlingen statt.

Frühjahr 2008: Der Einsatz beginnt

Am 11. Jänner einigen sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union über die noch benötigte militärische Ausstattung für die humanitäre EUFOR-Mission im Tschad.

Ende Jänner verlegen Vorkommandos aus mehreren EU-Mitgliedsländern in den Tschad. Am 30. Jänner verlegt das österreichische Vorkommando nach N'Djamena.

Mitte Februar beginnt das Vorkommando mit den Vorarbeiten für das Eintreffen weiterer österreichischer Kräfte.

Ende Februar wird der Aufmarsch fortgesetzt: Am 26. Februar starten weitere 50 Spezialeinsatzkräfte, Pioniere, Ärzte, Sanitäter und Logistik-Spezialisten nach N'Djamena. Zudem landen Transportmaschinen mit zusätzlichem Gerät, Ausrüstung und Fahrzeugen in der tschadischen Hauptstadt.

In den kommenden Wochen landen laufend Transportmaschinen mit Einsatzfahrzeugen, Verpflegung und Ausrüstung in der Hauptstadt (insgesamt über 900 Tonnen).

Am 4. März landen weitere rund 70 österreichische Soldaten - Spezialeinsatzkräfte, Pioniere und Logistik-Spezialisten - am Flughafen in N'Djamena.

Während die Vorbereitungen für den bevorstehenden Marsch quer durch den Tschad weiter laufen, brechen erste Pioniere in den Osten des Landes auf.

Am 10. März verlegt der Großteil des Kontingents von N'Djamena in das etwa 800 Kilometer entfernte Abéché.

Am 13. März erreicht das österreichische Kontingent das eigentliche Einsatzgebiet - Abéché.

Mitte März wird die erste Einsatzbereitschaft hergestellt.

Am 7. April trifft Verteidigungsminister Norbert Darabos zu einem mehrtägigen Besuch im Tschad ein. Am Programm: Truppenvisiten in N'Djamena und Abéché sowie ein Besuch im Flüchtlingslager Gaga.

Mit 15. April übernimmt der österreichische Kontingentskommandant, Oberst Heinz Assmann, mit dem "Special Operations Component Command" die Führung aller EUFOR-Spezialeinsatzkräfte vor Ort - ein Ausdruck des Vertrauens und der Wertschätzung für die Arbeit, die das Österreichische Bundesheer im Tschad leistet.

Am 21. Juni erfolgt die Kommandoübergabe im Tschad: Das erste EUFOR-Kontingent des Bundesheeres (AUCON 1) wird von AUCON 2 abgelöst.

Ende Dezember 2008 feiern die österreichischen Soldaten Weihnachten und Silvester im Einsatzgebiet. Besucht werden sie von Verteidigungsminister Darabos und Streitkräftekommandant, Generalleutnant Günter Höfler.

Frühjahr 2009:

Am 16. Februar 2009 beschließt der Ministerrat die Fortsetzung der humanitären Tschad-Mission des Bundesheeres. Das Mandat umfasst die Entsendung eines Logistik-Kontingentes mit bis zu 130 Soldaten.

Am 15. März 2009 übernimmt die UNO-Mission "MINURCAT" die Verantwortung vom EU-geführten EUFOR-Einsatz. Bei der neuen Mission haben sich von den EUFOR-Truppenstellern neben Österreich noch Irland, Polen, Finnland und Frankreich zu einem Engagement entschlossen.

Winter 2009: Ende des Einsatzes

Im Dezember 2009 kehren die Soldaten des österreichischen MINURCAT-Kontingentes nach Österreich zurück. Bis Ende des wird die Rückverlegung abgeschlossen. Lediglich einige Stabsoffiziere unterstützen die UNO-Mission weiterhin.

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